Gartentipp Januar: Winterruhe und Geschäftigkeit

Zum Jahresanfang heißt es im Garten Ruhe bewahren. Verblühte Pflanzenstängel, Laubhaufen, Totholzhecken und Totholzhaufen sollten unberührt bleiben. Damit kann vielen Tieren durch den Winter geholfen werden, denn Igel, Insekten, Spinnen und viele andere Lebewesen finden hier Schutz. Auch die Bodenlebewesen verdienen Winterruhe. Diese und weitere Tipps finden Sie im aktuellen Gartentipp Januar.
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Gartentipp Januar mit Schnee und Eis
Dicke Laubschichten auf den Beeten schützen vor Frösten. Wenn an milden Tagen erste Beikräuter und unerwünschte Gräser auflaufen oder Wurzelunkräuter in Beeten und Rabatten zu wachsen beginnen, kann mit dem Unkrautstecher eingegriffen werden. Auf das Graben mit Spaten oder Gabel sollte verzichtet werden. In Gegenden mit Schnee müssen Gehölze und Bauten, vor allem Gewächshäuser mit dünnen Doppelstegplatten, von der Schneelast befreit werden.
Unsere gefiederten Freunde sind im Winter besonders auf unsere Unterstützung angewiesen. Wer möglichst vielen Vogelarten gerecht werden will, bietet in Speiseöl getränkte Haferflocken, Mohn, Kleie, Rosinen, gekochtes Gemüse und Obst an. Im Einzelhandel angebotene Futterknödel mit Netzen können zur Todesfalle werden. Die Vögel können in den engen Maschen hängen bleiben. Wer die Futterklumpen bereits gekauft hat, kann die Netze entfernen und stattdessen aus einem Bündel dünner Zweige, das an beiden Enden verschnürt ist, eine natürliche Halterung für die Futterknödel bauen. Besonders bei längeren Frostperioden sollte häufig frisches Wasser nachgefüllt werden.

Vögel, Insekten und Co. profitieren von der Ruhe im Garten (Foto: oldiefan/Unsplash)
Wer die Möglichkeit hat, Regenwasser in frostsicheren Gefäßen oder unterirdischen Zisternen aufzubewahren, kann bei längeren trockenen Perioden maßvoll gießen. Das gilt vor allem für immergrüne Pflanzen und Kulturen in Hochbeeten und Kübeln.
An frostfreien Tagen kann mit dem Obstbaumschnitt bei Apfel, Birne, Mispel und Quitte begonnen werden. Beim Auslichten der Kronen gilt die Faustregel: Lieber wenige beherzte Schnitte als viele kleine Schnittwunden.
Im Haus beginnt bereits die nächste Gartensaison. Neben der Planung der Belegung der Beete, der Fruchtfolgen und Mischkulturpartnerschaften können schon erste Keimproben gemacht werden. Paprika, Chili, Auberginen und Kapstachelbeeren kommen am hellen Fensterbrett in die Aussaatgefäße. Ins Freiland können Möhren, Pastinaken und Spinat gesät werden. Zur Ernte stehen Wirsingkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Winterlauch und Spinat.
Ökotipp des Monats
Mit einem Grablicht und einem umgedrehten Tontopf lässt sich einfach eine beheizte Vogeltränke bauen. Einfach einen großen Tontopf über ein Grablicht stülpen und auf dem Topfboden einen Tonuntersetzer mit Wasser platzieren. Der Topfrand darf nicht mit dem Erdboden bündig abschließen, damit das Grablicht genügend Sauerstoff bekommt und nicht erlischt.
Sven-Karsten Kaiser, Zertifizierter Pflanzendoktor und Gartenfachberater
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