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Gartentipp März: Gemüsebeet vorbereiten ohne Umgraben

in Gartenkalender, März, Monatliche Gartentipps
Blaue Krokusse und gelbe Winterlinge auf einer Wiesen. Dazu der Schriftzug Schaukasten

Im naturnahen Garten sind die Gemüsebeete ganzjährig bedeckt. Über den Winter schützt eine dicke Schicht aus Laub und halbgarem Kompost den Gartenboden vor Austrocknung und Erosion. Wenn im Frühjahr die Zeit für die Beetvorbereitung zur Direktsaat im Freiland gekommen ist, kann die No-Dig-Methode genutzt werden. Das bedeutet, dass auf Umgraben verzichtet wird. Alles dazu im aktuellen Gartentipp. Inklusive Schaukasten zum Ausdrucken.

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Gartentipp März mit Schaukasten und mehr

Unser Gartenboden beherbergt eine Vielzahl von Lebewesen. Bis zu zehn Milliarden Lebewesen leben in einem Liter gesundem Gartenboden. Mikroskopisch kleine Bakterien, Einzeller, Strahlenpilze, Algen, Insekten, Milben und Regenwürmer zählen dazu. Jedes dieser Lebewesen bevorzugt eine bestimmte Bodentiefe. Durch Umgraben werden diese Strukturen gestört. Lediglich sehr stark verdichtete Böden oder schwere Lehmböden können mit der Grabegabel gelockert und belüftet werden. Sowohl auf bereits bestehenden Beeten als auch bei der Neuanlage eines Beetes kann die No-Dig-Methode angewendet werden. Das Beet wird mit Pappe abgedeckt. Dabei wird einfache, wenig bedruckte Pappe verwendet, die frei von Klebestreifen und Folien sein muss. Soll ein Beet auf einer Rasen- oder Wiesenfläche angelegt werden, sollte die Fläche vorher gemäht werden. Ein Rahmen aus einfachen Holzbrettern erleichtert die Arbeit, ist jedoch nicht Bedingung. Auf die großzügig gewässerte Pappe wird eine Schicht von zirka zehn bis fünfzehn Zentimetern Komposterde aufgebracht.

Kleines Mädchen pflanzt im Beet

Mit den ersten warme Tagen kann auch auch die Aussaat beginnen (Foto: Tung Lam/Pixabay)

Es kann entweder abgewartet werden, bis in der Erde eventuell vorhandene Sämereien auflaufen. Diese können dann gejätet oder mit der Pendelhacke bearbeitet werden. Oder es werden sofort Direktsaaten vorgenommen. Als Kandidaten eignen sich im März Radieschen, Karotten, Schalerbsen, Rettiche, Mai-Rübe, Rauke, Schwarzwurzeln, Lauchzwiebeln, Petersilie und Salate. Es müssen Zeilen- und Pflanzabstände beachtet werden und zukünftige Pflanzengesellschaften in Mischkultur können schon bei der Saat angelegt werden. Ringelblumen zwischen Weißkohlpflanzen sehen zum Beispiel nicht nur sehr gut aus, sondern haben auch ganz praktischen Nutzen. Denn die Wurzelausscheidungen der Ringelblume halten schädliche Fadenwürmer von den Nutzpflanzen fern. Auch das Einsetzen von vorgezogenen Jungpflanzen ist in einem No-Dig-Beet möglich.

Ökotipp des Monats

Einige unsere Gartenvögel beginnen bereits im März mit der ersten Brut. Zu diesen Frühstartern zählen Sperlinge, Amseln, Stare und Singdrosseln. Wenn kaltes Wetter die Entwicklung der Insekten hemmt, sind diese Vögel auf zusätzliche Nahrungsangebote angewiesen. Es sollte aber auf Fettfutter, Erdnüsse und Sonnenblumenkerne verzichtet werden, da es den Jungvögeln schaden kann. Am besten eignen sich möglichst kleine, fettarme Sämereien von heimischen Wildkräutern oder Mehlwürmer und andere nicht getrocknete Insektenlarven.

Meise und Amsel in einem Futterhaus im Schnee

Foto: gamagapix/Pixabay

Sven-Karsten Kaiser, Zertifizierter Pflanzendoktor und Gartenfachberater

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