„Deutschland summt“ 2026: 1. Preis der Kategorie Kleingärten geht nach Dresden

Am 19. September 2026 lud die Stiftung „Mensch und Umwelt“ zur feierlichen Abschlussveranstaltung des diesjährigen Pflanzwettbewerbes „Deutschland summt“ in die „Internationalen Gärten Berlin“. Der bundesweite Wettbewerb feiert 2026 das zehnte Jahr seines Bestehens. In neun Kategorien gingen insgesamt 286 Projekte an den Start. Rund 4000 Menschen gestalteten naturnahe Gartenprojekte auf einer Fläche von 17 Hektar (Foto: Cornelis F. Hemmer, Stiftungsleitung & Naturgarten-Team der Stiftung Mensch und Umwelt, gratuliert Stephanie Käster und David Wolf/Copyright Rasele Photography).
Dresdner Kleingärtner gewinnen Wettbewerb
Aus dem Bundesland Sachsen kamen insgesamt 16 Teilnehmer. Damit liegt Sachsen gleichauf mit Hessen und Sachsen-Anhalt im Mittelfeld des Wettbewerbs hinter Berlin und vor Schleswig-Holstein und Brandenburg. Die meisten Einreichungen kamen mit 54 Projekten aus Nordrhein-Westfalen. Die beste Platzierung von den sächsischen Beiträgen erreichten Stephanie Kästner und ihr Partner David Wolf in der Kategorie Kleingärten. Mit ihrem erst vor zwei Jahren gepachteten Kleingarten in Dresden Mockritz konnten sie sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen und erreichten verdient den ersten Platz.
Die beiden Jungkleingärtner gestalteten in nur zwei Jahren eine traditionelle Kleingartenparzelle zu einem naturnahen Refugium um. Aber auch der Anbau im Sinne des Bundeskleingartengesetzes kommt bei den beiden nicht zu kurz. Besonders stolz sind sie auf ihren sortenreichen Tomatenanbau. Im Zentrum ihres Wettbewerbsbeitrages stehen allerdings die Entwicklung von Biotopen und naturnahen Strukturen. Hierbei haben es Stephanie und David einheimische Wildkräuter besonders angetan, die sie auch selbst vermehren. Zur Festveranstaltung hatte Stephanie liebevoll gestaltete Saattütchen für die anderen Teilnehmer mitgebracht. So nimmt es nicht Wunder, das die Kleingärtnerin auch Mitglied im Verein „Natur im Garten Sachsen“ wurde. Selbstverständlich wurde der originelle und artenreiche Garten mit der „NATUR im GARTEN“-Plakette ausgezeichnet.

Die selbst gebastelten Samentütchen von Stephanie Kästner kamen gut an (Foto: Copyright Rasele Photography).
Naturnahes Gärtnern im Fokus
Zwei zweite Plätze in der Kategorie Kleingärten erreichten Gartenfreundinnen und Gartenfreunden aus Hessen und Sachsen-Anhalt und der dritte Preis ging an drei Schrebergärtnerinnen und Schrebergärtner aus Nordrhein-Westfalen. Ein weiterer Beitrag aus Sachsen erreichte in der Kategorie „Privatgärten groß“ den dritten Platz. (Lebensinselgarten am Rosenweg – Deutschland summt!).
Der Praxisgarten des Vereins „Natur im Garten Sachsen“ e. V. im KGV „ARONIA“ in Dresden war in der Kategorie „Vereinsgärten, Gemeinschaftsgärten, Liegenschaften und Sonstige“ nominiert und erhielt eine Anerkennungsurkunde. Die Naturgartenfreundinnen und Naturgartenfreunde von „Natur im Garten Sachsen“ schufen mit „Parzelle 404“ einen beispielhaften, naturnah gestalteten Kleingarten, der ein Ort der Wissensvermittlung und des Erfahrungsaustausches werden soll. Man darf gespannt sein, welche naturnahen Projekte aus dem sächsischen Kleingartenwesen sich 2027 am Pflanzwettbewerb „Deutschland summt“ der Stiftung „Mensch und Umwelt“ beteiligen werden.
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