Gartentipp Oktober 2026: Bodenpflege und Heckenschnitt im Oktober

Abgeerntete Beete sollten über die Wintermonate mit einer Mulchschicht abgedeckt werden. Dazu eignet sich das Herbstlaub oder auch halbgarer Kompost. Auch Erntereste können direkt am Beet zerkleinert und liegen gelassen werden. Mehr Tipps und Tricks für den Kleingarten im Oktober gibt Fachberater Sven-Karsten Kaiser im Gartentipp. Inklusive Schaukasten zum Ausdrucken.
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Schaukasten im Februar mit Aussaat-Tipps
Ausnahmen bilden lediglich von Krankheiten befallene Pflanzen, wie zum Beispiel von Braunfäule befallene Kartoffel- oder Tomatenpflanzen oder von Kohlhernie befallene Kohlpflanzen. Diese entsorgt man besser im Hausmüll. Außerdem sollte bei den Flächen, bei denen Braunfäule oder Kohlhernie aufgetreten sind, eine längere Anbaupause (mindestens drei bis fünf Jahre) der von Befall betroffenen Gemüsesorten eingelegt werden. Die Kohlhernie befällt neben Kohlgemüse auch andere Kreuzblütler wie Rauke, Knoblauchrauke, Senf, Rettich, Goldlack, Silberblatt und Barbarakraut.

Herabgefallenes Laub kann auf abgeernteten Gartenbeeten als Mulch genutzt werden (Foto: Peggychoucair/Pixabay)
Das Abdecken mit licht- und wasserundurchlässigen Folien verhindert zwar, dass unerwünschte Beikräuter auflaufen, schadet aber dem Bodenleben. Bei starkem Druck durch Beikräuter und Gräser, die sich über Wurzelausläufer verbreiten, kann nach dem Jäten eine Abdeckung durch unbedruckte Pappen erfolgen. Die verwendeten Kartonagen sollten frei von Klebestreifen sein, damit keine Plastikreste in den Boden gelangen können. Auch schwere Böden sollten nicht mehr umgegraben werden. Das Lockern mit der Grabegabel und das Untermischen von Kompost reicht auch bei sehr lehmigen Böden aus, um im nächsten Frühling eine gute Bodenqualität zu erzielen.
Am 30. September endet die Vogelschutzzeit und Hecken können bis Ende Februar auch stark zurückgeschnitten werden. Wenn die Hecken einer Höhenbegrenzung unterliegen, sollte beim Rückschnitt auch der zu erwartende Neuaustrieb berücksichtigt werden. Eine im Winter auf vorschriftsmäßige Höhe von 1,2 Metern gestutzte Hecke ist im nächsten Frühjahr schnell wieder bei 1,5 Metern. Es empfiehlt sich also ein Rückschnitt auf 0,8 oder 0,9 Meter. Bei Blühhecken wird durch den Rückschnitt die Blühfreudigkeit angeregt. Auch für Heckenpflanzungen ist der Oktober der richtige Monat. Die Auswahl der Pflanzen sollte dabei möglichst auf einheimische Gehölze fallen. Sie bieten der einheimischen Fauna die optimalen Lebensbedingungen. Allerdings muss beachtet werden, dass auch nicht alle heimische Gehölze durch die Rahmenkleingartenordnung für die Verwendung im Kleingarten zugelassen sind.
Ökotipp des Monats
Holzasche kann zur Bodenverbesserung verwendet werden. Allerdings sollten die verbrannten Hölzer stets naturbelassen gewesen sein. Lacke, Lasuren und andere Holzschutzmittel enthalten Giftstoffe, die sich nach dem Verbrennen in der Asche wiederfinden. Holzasche enthält Kalium, Calcium und Phosphat, wirkt stark alkalisch und sollte nur in kleinen Mengen ausgebracht werden (leichte Böden bis 100 g/m², schwere Böden maximal bis 300 g/m²). Sehr unproblematisch lässt sich Holzasche ausbringen, indem man sie mit Gießwasser mischt.

Foto: pexels/Pixabay
Sven-Karsten Kaiser, Zertifizierter Pflanzendoktor und Gartenfachberater
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