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Gartentipp November 2026: Vom Herbstlaub zur Winterruhe

in Gartenkalender, Monatliche Gartentipps, November

Was manchem Gärtner und mancher Gärtnerin als lästige Pflicht gilt, ist für Naturgärtnerinnen und Naturgärtner eine willkommene Rohstofflieferung. Herbstlaub auf Beeten wird ohnehin erst im Frühling zusammengezogen und dient bis dahin als natürliche Schutzschicht der Bodenlebewesen. Aber auch das Laub von Terrasse, Wegen und Wiesen erfüllt noch so manchen Zweck. In einer stillen Gartenecke aufgehäuft, kann es Igeln und zahlreichen Insekten als Überwinterungsplatz dienen.

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Gartentipp und Schaukasten im November

Abgeerntete Hochbeete können nun mit einer zehn bis zwanzig Zentimeter dicken Laubschicht bedeckt werden. Auch Kompostbehälter oder Erdmieten sind mit Laub gut gegen tiefe Temperaturen geschützt. Gerbsäurehaltiges Laub von Walnüssen, Eichen, Kastanien und Eschen kann zu einer separaten Rotte aufgesetzt werden und ergibt einen guten Kompost für Heidelbeeren und andere Moorbeetpflanzen.

Der Gemüsegarten hält noch so manches Erntegut bereit. Grünkohl, Rosenkohl, Rotkohl, Wirsingkohl, Weißkohl und Meerkohl können ebenso geerntet werden, wie Pastinaken, Rote Beete, Gelbe Beete, Knollensellerie, Knollenfenchel und letzte Kürbisfrüchte. Für die geschützte Aussaat im Gewächshaus oder Frühbeet empfiehlt sich Gartenkresse und Feldsalat. Im Freiland können die Saaten von Meerkohl, Wurzelpetersilie, Pastinaken, Winterportulak und Kerbelrübe ausgebracht werden. Die Samen von Kaltkeimern benötigen den Kältereiz und keimen im kommenden Frühling umso besser.

Grünkohl im Garten

Grünkohl zählt zu den klassischen Wintergemüse und wird erst durch kühle Temperaturen geschmackvoll (Foto: Tim photim/Pixabay)

Wer seine Obstgehölze vor Frostrissen schützen will, bringt an den Stämmen einen Kalkanstrich an. Die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht und verhindert so, dass die Stämme sich einseitig stark aufheizen. Bevor der Anstrich aufgebracht wird, sollte der Stamm abgebürstet werden. Das löst lockere Rindenstückchen und stört Schadinsekten, die sich in der Rinde verpuppt haben.

Neben Gründüngung und Laubmulch auf den Gemüsebeeten können zur Bodenverbesserung fermentierte Garten- und Küchenabfälle eingearbeitet werden. In sogenannten Bokashi-Eimern werden die Pflanzenreste mithilfe von effektiven Mikroorganismen in drei bis vier Wochen zu einem wertvollen Dünger. Die dabei entstehende Flüssigkeit kann über einen Hahn am Bokashi-Eimer abgelassen, aufbewahrt und in der nächsten Saison als Flüssigdünger für Balkon- und Kübelpflanzen verwendet werden.

Ökotipp des Monats

Liegendes Totholz mit Bodenkontakt fördert die Artenvielfalt in unseren Gärten. Wenn im Winterhalbjahr beim Obstbaumschnitt Äste und Zweige anfallen, kann daraus ein Käferkeller entstehen. Dabei werden dickere Äste und Stämme im Karree zirka 50 Zentimeter tief eingegraben. Das Innere wird mit Rinde und Zweigen gefüllt.

Sobald die Käfer im kommenden Jahr das Holz besiedelt haben, kann der Käferkeller auch als Futterstation für Igel dienen. Außerdem leisten einige Käferarten wertvolle Dienste als Schneckenjäger.

Käfer im Laub

Foto: István Gerényi/Unsplash

Sven-Karsten Kaiser, Zertifizierter Pflanzendoktor und Gartenfachberater

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