Unser Kleingarten

Karo-Tina Aldente: Gugelhupf mit Räuchertofu und Bärlauch

in Gartenpraxis, Karo-Tina

Ich will mein Fräulein Tochter mit einem herzhaften Gugelhupf überraschen. Zunächst mische ich in einer großen Schüssel 500 Gramm Mehl mit einem Päckchen Trockenhefe und einem gestrichenen Teelöffel Salz. Dann forme ich in der Mitte des Gemischs eine Mulde. In einem kleinen Topf schmelze ich 150 Gramm Margarine und 200 Milliliter ungesüßten Sojadrink. Dann mische ich zwei Esslöffel geschrotete Leinsamen mit fünf Esslöffeln Wasser, bis eine gelartige Masse entstanden ist.

Karo-Tina Aldente im Garten

Das zerlassene Margarinegemisch und die gequollenen Leinsamen gebe ich nun in die Mulde und knete einen glatten Teig. Diesen Hefeteig lasse ich zugedeckt für etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen. Unterdessen schneide ich zwei große Frühlingszwiebel in feine Ringe. Je eine Handvoll Bärlauch-Blätter, Schnittlauch und Petersilie hacke ich fein. Dann hobele ich 140 Gramm Karotten in feine Scheiben und brate sie gemeinsam mit 180 Gramm fein gewürfeltem Räuchertofu in etwas Olivenöl an. Wenn der Teig aufgegangen ist, knete ich die Kräuter, die Frühlingszwiebelringe, die Karottenscheiben und die angebratenen Räuchertofuwürfel in den Teig und forme eine dicke, zirka 60 Zentimeter lange Rolle. Ich lege die Teigrolle in eine eingefettete Gugelhupfform und lasse sie abermals zugedeckt für eine Viertelstunde gehen. In der Zwischenzeit heize ich den Ofen auf 180 °C Umluft vor. Die Gugelhupfform platziere ich auf der untersten Schiene und backe den Teig für zirka 40 Minuten, bis er goldbraun ist. Dann schalte ich den Ofen aus und lasse das Gebäck für weitere zehn Minuten im Ofen. Danach stürze ich meinen herzhaften Gugelhupf auf einen großen Teller und lasse ihn auskühlen.

Frühlingssuppe mit Gartenkräutern

Dann packe ich meinen Picknickkorb mit Kräutertee und Gugelhupf und besuche meine Tochter in ihrer Kleingartenparzelle. Schon von weitem erkenne ich, dass meine Tochter und ihr Freund nicht allein sind. Unser Gartenfachberater Pierre und zwei weitere Gärtnerinnen sitzen mit ihnen am Gartentisch und alle stecken ihre Köpfe zusammen. Als ich nähertrete, erkenne ich, dass sie gemeinsam aufs Display eines Smartphones schauen.

„Guck mal Mama, was der Rabe macht.“ Meine Tochter lehnt sich zurück, sodass ich auf den kleinen Bildschirm blicken kann. „Das ist kein Rabe, sondern eine Rabenkrähe,“ korrigiert mein zukünftiger Schwiegersohn. Meine Tochter zieht ihre Nase kraus und macht: “Hättätätätä.“

„Das ist in dem Fall doch völlig unwichtig, ob Rabe oder Rabenkrähe“, mischt sich Pierre ins Gespräch. „Viel wichtiger ist, was dieser diebische Vogel in meinem Beet macht.“

Die Rabenkrähe im Kleingarten (Foto: Janik/Unsplash).

Zunächst sieht es aus, als würde der Rabenvogel nur etwas aufpicken. Aber als Pierre etwas näher heranzoomt, ist zu erkennen, dass der Vogel den Schnabel voller feiner Fasern hat. „Der räubert an meinem Mulch aus unbehandelter Schafwolle, den ich gegen die Schnecken um meine jungen Gemüsepflanzen gelegt habe“, konstatiert Pierre grimmig.

„Die jungen Raben sollen es eben schön kuschelig haben in ihrem Nest“, flötet meine Tochter. „Die jungen Rabenkrähen“, korrigiert ihr Freund abermals und sie haut ihm mit der flachen Hand auf seinen Männerdutt.

Karo-Tina Aldente

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Zutaten: Herzhafter Gugelhupf

  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 gestrichener Tl Salz
  • 150 g Margarine
  • 200 ml ungesüßter Sojadrink
  • 2 El geschrotete Leinsamen
  • 5 El Wasser
  • 2 große Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll Bärlauch
  • 1 Handvoll Schnittlauch
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 140 g Karotten
  • 180 g Räuchertofu
  • Olivenöl
Bärlauchblätter im Korb

Foto: Anrite1705/Pixabay

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